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Aurich Marktstraße 7 Bauhistorische Untersuchung eines Gebäudes aus dem 16. Jahrhundert

Unser Büro wurde im Mai 2008 durch die Stadt Aurich beauftragt, eine abrissvorbereitende und -begleitende bauhistorische Untersuchung des Wohngebäudes Marktstraße 7 in Aurich, durchzuführen.

Die Marktstraße liegt im Nordwesten der Auricher Altstadt und verbindet das Areal des Marktplatzes mit der Wallstraße. Siedlungsgeschichtlich liegt die Wallstraße in einem Stadterweiterungsgebiet des 16. Jahrhunderts, denn 1514 wird die Kernstadt durch einen Brand stark geschädigt und im Wiederaufbau nach Osten erweitert. Zusammen mit dieser Erweiterung wird der heutige Marktplatz geschaffen. Die Anlage von Wall und Graben erfolgte im Jahre 1529, wobei in der Literatur davon ausgegangen wird, dass die Stadt nach Osten um eine Straßenachse erweitert wird (Wallstraße) und die Neustadt angelegt wird. Mit der Umwallung des unregelmäßig gitterförmig angelegten Stadtgebietes wird die im wesentlichen bis heute erhaltene Ausdehnung des historischen Stadtkerns erreicht.
Die Ergebnisse der Untersuchungen ergeben eine differenzierte Baugeschichte des Gebäudes, das 1594 errichtet wurde.

Ersterbauungszeitlich eingeschossig und traufständig errichtet wurde das Gebäude zu Mitte des 19. Jahrhunderts straßenseitig aufgestockt und die Parzellentiefe hinein erweitert. Diese Erweiterungen ließen jedoch den Bestand weitgehend unangetastet, so dass die Geschossdecke (EG/OG) ebenso bestehen blieb wie das Dachwerk.



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1 | Lage in der Stadt
2 | Lageplan Marktstraße
3 | Strassenfassade
4 | Hofansicht
5 | Hoffassade
6 | Erdgeschoss - historische Bauphasen
7 | Obergeschoss - historische Bauphasen
8 | Querschnitt - historische Bauphasen
9 | Übersicht Dachstuhl
10 | Detail Holzverbindung
11 | Dachgeschoss Abbundzeichen