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Pfarrkirche St. Marien in Angermünde

Die Marienkirche in Angermünde, ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit Erweiterungen und Umbauten des 15. Jahrhunderts, wurde im Jahr 2002 sanierungsvorbereitend aufgemessen. Auf Veranlassung der planenden Architektin und in Abstimmung mit den Denkmalpflegebehörden wurde ein formtreues Aufmaß der Genauigkeitsstufe III nach Eckstein angefertigt. Der Bau wurde in Grundrissen und Schnitten erfasst, die Fassaden mit Hilfe digital entzerrter Messbilder dargestellt. Sämtliche weiteren Arbeitsschritte fußten dabei auf ein und demselben erstellten Bestandsaufmaß.

Es erfolgte eine bauteilscharfe Schadenskartierung und durch uns eine bauhistorische Untersuchung im Dachwerk, das zum großen Teil aus dem beginnenden 18. Jahrhundert stammt, wobei ein nicht unwesentlicher Bereich aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert erhalten ist. Im Rahmen der Fassadeninstandsetzung sorgte eine restauratorische Untersuchung auf der Grundlage der Messbilder für eine angemessene Maßnahmenplanung.

Eine umfassende Bauforschung an der Marienkirche ist bisher nicht erfolgt. Durch das Aufmaß, verbunden mit planungsrelevanten Teiluntersuchungen konnten jedoch schon überraschende neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Kirche gewonnen werden. Das vollständig digital vorliegende Aufmaß ermöglicht die Fortschreibung der Untersuchungen und Dokumentationen im Verlauf der zukünftigen Baumaßnahmen.
Eine Publikation der bisherigen Ergebnisse ist avisiert.

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1 | Nordfassade, Meßbild
2 | Messbild, Ausschnitt
3 | Nordfassade, Ansicht
4 | Grundriß EG
5 | Längsschnitt
6 | DG, Gespärrebuch