Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Observatorium Instandsetzung der Backsteinfassade
Die ehem. Physikalisch-Technische Reichsanstalt (PTR) war eine staatliche Institution zur Erforschung physikalischer und (präzisions-)technischer Fragen, speziell zur Schaffung und Prüfung von wissenschaftlichen Normen und Instrumenten. Es handelte sich um die erste derartige Institution in Deutschland und war die seinerzeit größte und am Besten ausgestattete Anstalt überhaupt.
Von den Gebäuden des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist heute nur noch das Observatorium vorhanden, das nach schweren Kriegsschäden um 1960 wieder instandgesetzt wurde.
Nach der Abnahme der Überputzung wurde deutlich, dass der bauzeitliche Ziegelverband mit den Formsteingewänden der Fensteröffnungen weitgehend erhalten ist.
Unsachgemäße Ausbesserungen der Kriegsschäden mit Beton oder Hintermauerziegeln sind vor allem im Sockelbereich der Nord-Ost und der Süd-Ost Fassade vorhanden.
Das denkmalpflegerische Konzept hat die kontextuelle Reintegration des Observatoriums als zentraler Bestandteil in das Ensemble der heutigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zum Ziel. Es zielt auf die Wiedererlangung der ursprünglichen Aussagekraft und basiert zum Einen auf der substantiellen Erhaltung der Ziegelfassade und zum Anderen auf der Wiederherstellung der Funktionalität und des historisch überlieferten Erscheinungsbildes. Im Vordergrund stehen daher im Wesentlichen die Reparatur der ursprünglichen Substanz und die Wiederherstellung der zerstörten oder unsachgemäß ausgebesserten Bereiche der Ziegelfassade.
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