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Wittenberg Stadthaus am Arsenalplatz

Im Auftrag der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft erarbeiten wir seit 2006 eine baugeschichtliche Untersuchung des Außenmauerwerks des Wittenberger Stadthauses.

Das Gebäude geht in seiner Baugeschichte auf das 13. Jahrhundert zurück und enthält in seinen Umfassungsmauern bedeutende Reste mittelalterlicher Bausubstanz der ehemaligen Franziskanerklosterkirche, die ihrerseits als Grablege der Askanier genutzt wurde.
Bereits 1536 wurde das Gebäude durch Conrad Theiß zu einem Kornspeicher umgebaut und durch das Einziehen mehrerer Ebenen stark überformt. Die mittelalterlichen Fenster werden hierbei zugesetzt und Schüttöffnungen eingebaut. Im Siebenjährigen Krieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und mit niedrigerer Gebäudehöhe wieder errichtet. Mehrfache Bautätigkeiten der Folgezeit haben das Erscheinungbild des Gebäudes stark verändert, so wurde Ende des 19.Jahrhunderst ein Geschoss aufgestockt und an der Südseite wurden große Fensteröffnungen eingebrochen.

Ziel der Untersuchung ist es, die unterschiedlichen Bauphasen des Gebäudes zu klären und dem planenden Architekturbüro sowie den beteiligten Denkmalfachbehörden eine Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen sowie die Baumaßnahmen bauhistorisch zu betreuen.

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1 | Stadthaus Ansicht vom Arsenalsplatz
2 | Fenster 16.Jh.
3 | Fenster 16. Jh. Detail
4 | Nordfassade - historische Bauphasen
5 | Ostfassade - historische Bauphasen
6 | Ostfassade - Fenstergewände
7 | Zeichnung 18. Jh.
8 | Entwurf 1818
9 | mittelalterliches Südportal
10 | Detail Südportal
11 | Holzständer