Burg, Bethanienstraße 10
Das nach 1773d errichtete Gebäude "A" ist eines von zwei Kasernengebäuden in der Bethanienstraße, die ehemals über einen Zwischenbau miteinander verbunden waren, der aber 2001 abgerissen wurde.
Das Gebäude steht seit der Erbauungszeit mit drei oberirdischen Geschossen traufständig zur Bethanienstraße und besaß ehemals einen Keller, der sich an der Westseite (außerhalb) des Gebäudes befand, jedoch zum Untersuchungszeitpunkt bereits entfernt war.
Der Bau ist in allen Geschossen in massiver Ziegelbauweise errichtet und in der Längsachse geschoßweise durch Mittelflure erschlossen, die im EG, 1.OG und 2.OG sowie in der südlichen Stirnwand noch bauzeitliche Öffnungen zeigen, die aber in den Obergeschossen zugesetzt sind. Die nördliche Stirnwand Wand ist zu Untersuchungszeitpunkt noch tapeziert gewesen und durch einen später errichteten Fahrstuhlschacht überformt, so dass hiesige Öffnungen allenfalls vermutet werden können, aber nicht am Gebäude gesichert sind (in den historischen Plänen werden hier Öffnungen gezeigt, doch ist nicht mit Sicherheit zu unterschieden, ob es sich um Fenster oder Türen gehandelt hat).
Bis weit in das 19.Jh. hinein wurde der Kasernenkomplex militärisch genutzt. Die baulichen Anlagen der Kaserne wurden jedoch seit dem 19.Jh. (zumindest teilweise auch) als städtisches Krankenhaus genutzt, das erst 1913 einen Neubau erhielt. Der genaue Zeitpunkt der Umnutzung der Kaserne zu einem Krankenhaus ließ sich nicht ermitteln, jedoch gibt es bereits in 1880er Jahren Bestrebungen, ein neues Krankenhaus in Burg zu errichten, da das in der Kaserne untergebrachte den Ansprüchen wohl nicht mehr genügte. Historische Pläne aus den 1930er Jahren belegen aber, dass der Bau auch im 20.Jh. noch als Krankenhaus genutzt wurde. Nach Gründung der DDR wurde das Gebäude als Feierabendheim genutzt.
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