Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse
Seit 2002 sind wir auf dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt tätig, dessen Baubestand im Wesentlichen auf das ausgehenden 18.Jh. zurück geht. Im Zuge der aktuellen Sanierungsmaßnahmen an den dortigen Gebäuden entstehen hier sowohl bauhistorische Voruntersuchungen als auch baubegleitende Untersuchungen und Dokumentation unterschiedlicher Gebäude auf dem Areal.
Landstallmeisterhaus Das schloßartige Hauptgebäude wurde zwischen 1787 und 1790 durch E.W.Glasewald errichtet. Der zweigeschossige Mittelteil wurde zu Wohn- und Verwaltungszwecken genutzt, in den Seitenflügeln waren der Beschälerstall (im Norden) und der Kutschstall untergebracht. Bereits im frühen 19. Jh. kam es zu Umbauten insbesondere im Süden des Gebäudes. Westlich des Landstallmeisterhauses wird durch die angrenzende Bebauung eine große Hoffläche umschlossen.
Südlicher Stall
Das Gebäude des südlichen Stalls datiert wie das Landstallmeisterhaus aus den 1780er Jahren. Der eingeschossige Putzbau mit Satteldach wurde im Inneren stark verändert als in der zweiten Hälfte des 19.Jh.s einige Stallbereiche zu Wohnungen umgebaut wurden.
Alte Reithalle
Die baulich nahezu unveränderte Alte Reithalle wurde nach den vorliegenden Entwurfsplanungen ebenfalls um 1788 errichtet und bildet zusammen mit dem im Norden angrenzenden Wohngebäude die westliche Hofseite.
Inspektorhaus
Westlich des Hauptgestütes gelegen wurde 1822 das Gebäude des Inspektorenhauses errichtet. Das vollunterkellerte zweigeschossige Gebäude stellt einen frühen "Mehrfamilienhaustyp" in der Region dar. Die baulichen Veränderungen beschränken sich im Wesentlichen auf Zusetzungen und Neuschaffungen von Wandöffnungen, so dass dieses Gebäude als weitgehend original überkommen angesehen werden kann.
Trainieranstalt
Die Trainieranstalt ist nach der Auswertung der Schriftquellen und den Ergebnissen der denrochronologischen Untersuchung 1843 errichtet worden. Das eingschossige Putzgebäude mit hohem Drempel zeigt im Norden eine große Reithalle, an die im Westen und Osten große Stallbauten anschließen, die im Süden an ein dreigeschossiges Wohngebäude herangführt werden.
Die Grunddisposition des Gebäudes ist zu weiten Teilen erhalten, doch kam es in den 1930er Jahren zu massiven Eingriffen im Bereich der Ställe und am Wohngebäude.
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